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Ein paar Gedanken zu den Aboqualen - eine Meinung, die wohl nicht von jedem geteilt wird

ja und nein. Ja, weil sie einen Trend einleiten, der mir nicht gefällt. Nein, weil sie Trends beenden, die mir auch nicht gefallen haben
tldr
Die Beantwortung dieser Frage hängt wohl vor allem davon ab, was man für ein Typ Nutzer ist und um welches Produkt es konkret geht. Ich äußere mich mal anhand von drei meiner Lieblingsprogramme:

Ich bin jetzt grundsätzlich kein Befürworter dieser Modelle. Optimal wäre meiner Meinung nach, wenn man dem Benutzer die Wahl liesse, wie etwas aktuell bei Parallels: Man kann entweder eine Lizenz abonnieren - hier macht man - solange man es abonniert hat, auch gleich Versionssprünge mit (große Aktualisierungen kommen hier in etwa jährlich). Das heisst solange man abonniert, hat man auch das aktuellste Release oder man entscheidet sich für die "Kaufversion" und bezahlt nur für das aktuelle Release, hier kann man also auch ein oder zwei Generationen überspringen. Problem hierbei: ich befürchte, wenn man zu viele "Sprünge macht" sind Altversionen nicht mehr mit Neuversionen kompatibel.

DayOne gibt es mittlerweile in der kostenpflichtige Variante nur noch als Abo - hier hätte ich vielleicht definitiv die Kaufversion bevorzugt, weil man doch irgendwie bei der Kaufvariante das Gefühl hat, "man hätte etwas erworben". Für mich ist das aber hinfällig, denn grundsätzlich kaufe ich mir bei den meisten Programmen das aktuelle Release, wenn mir das Programm gefüllt. Warum ich mich trotzdem für das Abo durchringen konnte? Weil es einfach mein Lieblingsapp ist und ich es mir auch zumindest so rechtfertigen kann, dass derartige Firmen dem Untergang geweiht wären, wenn die Finanzierung nicht gewährleistet ist. Und das wäre schade, insbesondere bei meinem Lieblingsapp.

Bei Adobe Creative Cloud verstehe ich die Aufregung nicht wirklich: Schaue ich mir an, was man früher für Photoshop (ca. 1000,- ) und Lightroom (kleiner dreistelliger Betrag) auf den Ladentisch legen musste, komm ich mit circa 150,- Jahresgebühren aus meiner Sicht gut weg. Selbst wenn man auf die 1 TB Variante zurückgreift, bleibt man mit 216,- Euro in bezahlbaren Sphären - also so what? Gerade im Bereich der Fotografie geben ambitionierte Hobbyfotografen mehrere tausend Euro für eine gute Fotoausrüstung aus. Die Bildbearbeitung ist für mich mit der wichtigste Part - und ausgerechnet hier soll gespart werden?
Also ich kann mit dem Lizenzmodell leben. Früher hab ich mir PS definitiv gespart - weil zu teuer - und nun bin ich froh, dass ich auch als Anfänger Photoshop nutzen kann, ohne viel Geld auszugeben.

Ein weiteres populäres Beispiel gibts im Bereich vom streaming. Spotify und Netflix haben wohl doch einige geschluckt. Wieso ist das so? Nun, weil wenn das Angebot stimmt - muss man nicht unbedingt Eigentümer sein. Ein Modell, dass mir auch im Rahmen des "Minimalismus" (hierzu später mal mehr) gefällt.

Am Schluss bleibt immer noch zu sagen: wer es sich nicht leisten kann, zahlt es auch nicht (hoffentlich). ..
... und ... man muss aber auch nicht für "jeden Rotz" zahlen.
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