Freier Wille und so

173600 Eintritte in die kath. Kirche im Jahr 2016. So berichten jedenfalls übereinstimmend die Medien in den letzten Wochen. Interessant an diesen Berichten finde ich die Differenzierungen: Lediglich 2600 Menschen sind demnach freiwillig und nicht durch Taufe in der frühen Kindheit eingetreten. Das machen 1,5% aus. Böse Zungen könnten nun behaupten, dass 171.000 durch elterlichen Zwang und frühkindlicher Indoktrinierung „zum Glauben gebracht wurden“.

Immerhin 2600 … fragen wir lieber nicht, wieviel von diesen 2600 in die Kirche eintraten aufgrund Heirat („Ich wünsche mir, dass du meinen Glauben annimmst“) oder sonstigen sozialen Druck.

Einwenden könnte man in diesem Zusammenhang, dass ja jeweils die Eltern dieser 171.000 Menschen sich bewusst und freiwillig dazu entschlossen haben, ihr Kind im Glauben taufen zu lassen. Wen verwundert das ernstlich? Sind sie doch selbst Opfer seit früher Kindheit der o.g Indoktrinierung geworden. Sich einem,seit der Kindheit angehörigen, System zu widersetzen, erfordert erheblich mehr Willenskraft, Energie und Mut zum Verlassen der eigenen sozialen Gruppe. Dieses Argument unterstützt meine Theorie, dass die Wahrscheinlichkeit sich einer bestehenden christlichen Kirche anzuschliessen erheblich geringer ist, wenn man bis zum Erreichen der Religionsmündigkeit diesem Zwang nicht ausgesetzt ist.

Teile und herrsche

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